20 Jahre Pflegeversicherung – Private Ergänzung wichtiger denn je!

Am 26. Mai 1994 wurde das „Gesetz zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit“ im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und mit Wirkung zum 1.1.1995 die Pflegeversicherung als Pflichtversicherung für jeden Bürger mit Wohnsitz in Deutschland nach SGB XI eingeführt.  2008 folgte das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz und 2013 das Pflege-Neuausrichtungsgesetz.  Wichtigen Reformbedarf versprechen die Titel, aber die Inhalte lassen doch sehr zu wünschen übrig.

Die Pflegepflichtversicherung stellt lediglich eine nicht ausreichende Grundabsicherung im Leistungsfall dar. Festgeschriebene Leistungen berücksichtigen keinen Inflationsausgleich, keine steigende Kosten für Pflegeleistungen und auch nicht die steigende Anzahl Pflegebedürftiger.

Ein steigender Finanzbedarf im Pflegesystem ergibt sich auch aus:

  • einer wachsenden Zahl Pflegebedürftiger aufgrund demografischer Entwicklung. Die Zahl der 80-jährigen wächst um 150 % bis zum Jahr 2050 auf ca. 10,2 Mio Menschen; von denen etwa die Hälfte Unterstützung im Alltag benötigt.
  • Im gleichen Zeitraum sinkt die Gesamtbevölkerung um 15 % auf ca. 74 Mio Menschen. Der Bedarf an Pflegekräften wird weiter steigen.
  • der Tendenz der Verschiebung von privater häuslicher Pflege weg und hin zu professioneller Pflege ambulant und in stationären Einrichtungen.
  • der Veränderung / Ausweitung des Pflegebegriffes (Einbeziehung von Demenz…).

Die Pflegepflichtversicherung übernimmt bereits jetzt im Bundesdurchschnitt noch nicht einmal die Hälfte der anfallenden Gesamtkosten bei Unterbringung im Pflegeheim (Pflegekosten, Unterbringung, Verpflegung, Investitionskosten); d. h.  in Pflegestufe III beträgt der Eigenanteil je nach Statistik von ca. 1.700,- € – 1.800,- € monatlich.
In Pflegestufe I beläuft sich der nicht von der Pflegeversicherung getragene Eigenanteil immerhin auch auf ca. 1.300,- €.  Die durchschnittliche Pflegedauer beträgt über 7 Jahre.
Rückgriff auf Angehörige – „Kinder haften für Ihre Eltern!“ ist durch mehrere Urteile belegt. Selbst bis auf das Pflichtteil enterbte Kinder, die seit Jahrzehnten nachweislich keinen Kontakt mehr zu Ihren Eltern hatten, werden via Gericht zur Finanzierung der Pflege der Eltern herangezogen.

Die Zahl von Ergänzungsversicherungen ist groß. Es gibt geförderte und ungeförderte Tarife, Tarife mit und ohne Wartezeiten und vor allem: sehr unterschiedliche Leistungsaussagen.

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung – wir beraten Sie gern!

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